Bei Naturschutzmaßnahmen in der Dellbrücker Heide kommt auch schon mal ein Minibagger zum Einsatz....

Das Heidekraut (Calluna vulgaris) ist, wie zahlreiche andere gefährdete und konkurrenzschwache Arten, für welche die Dellbrücker Heide als Naturschutzgebiet ausgewiesen worden ist, eine Pionierart offener Böden. Sie kann nur keimen, wenn keine oder fast keine Vegetation vorhanden ist. Die Flächen, auf welchen in diesem Winter Rohbodenstellen hergestellt werden, waren noch vor etwa 20 Jahren Heideflächen, die laut Pflege- und Entwicklungsplan wieder hergestellt werden sollen. Die Samen des Heidekrauts können Jahrzehnte im Boden überdauern, um im Falle geeigneter Bedingungen wieder zu keimen.

Ein weiteres Problem ist die vom Menschen aus Nordamerika eingeführte Spätblühende Traubenkirsche, die heimische Vegetation in kurzer Zeit vollständig verdrängen kann. Um möglichst viel vom Wurzelwerk sowie die zahlreich im Boden gelagerten Kirschkerne zu entfernen, ist ein Austrag nicht nur einzelner Bäume, sondern auch der obersten Bodenschicht erforderlich. Mit dem Minibagger ist dies effektiv, aber auch vergleichsweise schonend umzusetzen.

